Die imposante Hügellandschaft der Toskana ist nicht zwangsläufig ein Wanderparadies, die Garfagnana im Norden, das Mugello im Osten und die Maremma im Süden dagegen sind geradezu ideal zum Wandern. Von Luccas Stadtmauer aus sieht man die wilde Garfagnana und wünscht sich auf die eindrucksvolle, mitten durch die schroffen, bewaldeten Hänge führende Straße nach Bagni di Lucca im Herzen dieser Region. Auf dem Weg sollte man auf gar keinen Fall die Teufelsbrücke über den Serchio verpassen, die Ponte della Maddalena in Borgo a Mazzano. Das geschwungene Bauwerk mit seinen verschieden hohen Bögen ist nur zu Fuß zu benutzen und kann locker in eine Wanderung durch die grüne Toskana eingebaut werden.So richtig eindrucksvoll wird die Landschaft erst bei Bagni di Lucca, denn hier führen verwegene Hängebrücken über wilde Täler. Hoch über der Schlucht Orrido di Botri kreisen nicht nur Adler. Das auf einer Berspitze gelegene Felsennest Montefegatesi ist bei Wanderern sehr beliebt und Wanderwege gibt es reichlich in der Garfagnana, von Bagni di Lucca bis Castelnouvo di Garfagnana.
Das Mugello und das Kloster Vallombrosa
Ganz im Nordosten der Toskana liegt die Region Mugello mit ihrem Hauptort Borgo San Lorenzo. Das Gebiet ist durch dichte Wälder geprägt und mittelalterliche Castelli. Auf einem Hochplateau liegt ein schöner See, man blickt weit über das Land und erlebt eine Vegetation, die beinahe ein bisschen mitteleuropäisch wirkt. Um das Kloster Vallombrosa herum, südöstlich von Florenz sind die Wälder bald noch dichter und wunderschöne Wanderwege erschließen einem die Region, die schon John Milton in Paradise Lost erwähnte.
Die Wandergebiete der Maremma
Die Maremma ist nicht nur für ihre Langhornrinder, Cowboys und Designer-Weine bekannt, sondern auch für ihre ursprüngliche Natur, denn sie war bis ins 18. Jahrhundert beinahe unbewohnt. Heute gibt es hier den Parco Naturale dell'Uccellina mit markierten Wegen, wo man Eidechsen und Schlangen beobachten kann und seltene Schmetterlinge findet. Naturfreunde sind in diesem schönen Park durchaus erwünscht, denn es wurden eigens Picknicktische und -bänke aufgestellt und am Strand kann man sich Kanus mieten und durch die Bewässerungskanäle des Gebiets fahren.
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